Trauer braucht Raum.
Und eine Begleitung, die nicht drängt.

Klang als achtsame Begleitung in Zeiten des Abschieds und Wandels

Eine gemeinsame Fortbildung von Kordula Johanna Schmid · Entspannungspraxis und Ulrike Braak · WOHLFÜHLZEIT

Trauer hat viele Gesichter

Trauer ist nicht auf den Tod eines Menschen begrenzt. Sie begleitet viele Übergänge und Verluste im Leben – manchmal deutlich spürbar, manchmal leise und über lange Zeiträume hinweg.

Auch Veränderungen der Gesundheit, körperliche Einschränkungen, der Abschied aus Beruf oder Familie, Trennungen, der Verlust vertrauter Orte oder das Loslassen von Lebensplänen können Trauerprozesse auslösen.

Klangschale auf dem Sandstrand bei Ebbe, mit flachen Wasserspuren im Sand und bewölktem Himmel.
Logo der Praxis Entspannung von Cordula Schmidt mit zwei blauen Händen, die eine angedeutete Kugel zwischen sich halten.
WOHLFÜHLZEIT NEU
Klangschale auf einer geöffneten Hand, während eine zweite Hand einen Schlägel an die Schale hält. Im Hintergrund ist schemenhaft eine liegende Person zu erkennen.

Verluste stehen selten für sich allein.

Gerade im höheren Lebensalter können sich Veränderungen verdichten: Gesundheit und Beweglichkeit verändern sich, vertraute Rollen fallen weg, Beziehungen oder Lebensräume wandeln sich.

Das fordert immer wieder Anpassung und innere Neuorientierung.

Trauer braucht in diesen Zeiten Raum, Verständnis und eine behutsame Begleitung – ohne zu drängen, zu bewerten oder vorschnell zu vertrösten.

Trauer wahrnehmen und verstehen

Trauer wird in diesem Seminar als natürliche Reaktion auf Verlust und Veränderung verstanden. Sie kann sich emotional, körperlich und kognitiv zeigen.

Unruhe, Rückzug, Erschöpfung, Einsamkeit oder Orientierungslosigkeit können ebenso dazugehören wie bewusste Traurigkeit oder Sprachlosigkeit.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie diese Prozesse wahrgenommen und begleitet werden können, ohne sie beschleunigen oder übergehen zu wollen.

Eine Hand hält ein zerrissenes rotes Herz aus Papier zwischen den Fingern.
Zwei Klangschalen auf weißer Unterlage, davor zwei Schlegel mit Holzgriff (schwarze Kugel und weißer Filzring), im Hintergrund schemenhaft ein Tam-Tam-Gong.

In dieser Fortbildung erfahren Sie:

  • wie Klang Menschen auf ihrem individuellen Weg durch Trauer und Veränderung begleiten kann.
  • Die Klänge der Klangschalen können einen körperlich-sinnlichen Zugang eröffnen und Momente von Ruhe, Sicherheit und Wärme unterstützen.
  • Klang kann Übergänge begleiten und dabei helfen, wieder Kontakt zum eigenen Erleben und zu den eigenen Ressourcen aufzunehmen.

Dabei ersetzt Klang keine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Verlust. Er ergänzt die Begleitung dort, wo Worte allein manchmal nicht ausreichen.

Klang kann zu einer Brücke werden:

  • zwischen dem, was verloren gegangen ist, und dem, was weiterhin trägt.
  • Zwischen Rückzug und neuer Verbindung.
  • Zwischen Abschied und vorsichtiger Neuorientierung.

Dabei geht es nicht darum, Trauer aufzulösen oder möglichst schnell zu überwinden. Im Vordergrund steht eine achtsame, ressourcenorientierte Begleitung des individuellen Prozesses.

Eine kleine Brücke führt durch einen herbstlichen Wald. Auf der Brücke und dem Waldboden liegt Laub.
Bücherstapel zu den Themen Trauer, Abschied, Gefühle und Klang, mit einem Gong im Hintergrund.

Inhalte der Fortbildung

  • Trauer als Emotion wahrnehmen und einordnen
  • sich auf individuelle Trauerprozesse einlassen
  • Modelle und Phasen von Trauer kennenlernen
  • Klang als Brücke in der Begleitung verstehen
  • gezielte Klangangebote für Trauernde kennenlernen und praktisch erproben
  • Rituale verstehen und sinnvoll einsetzen
  • eigene Möglichkeiten und Grenzen der Begleitung erkennen
  • Kontraindikationen berücksichtigen

Rahmen der Fortbildung

Voraussetzungen
Klangmassage I + II

Umfang
16 Stunden

Seminarleitung
Kordula Johanna Schmid & Ulrike Braak

Anmeldung

Peter Hess Institut

Logo des Peter Hess Instituts als Zeichen der Kooperation in der Klangarbeit und Seminarleitung.

Auch als Fortbildung für Einrichtungen

Trauer braucht Wärme kann unabhängig von der Fortbildung am Peter Hess Institut auch für Einrichtungen, Teams und Organisationen individuell gestaltet werden.

Das Angebot richtet sich beispielsweise an Mitarbeitende in Hospizen, Pflege- und Betreuungseinrichtungen sowie an haupt- und ehrenamtlich Tätige, die Menschen in Zeiten von Abschied, Verlust und Lebensveränderung begleiten.

Vorkenntnisse in Klangarbeit oder Klangmassage sind dafür nicht erforderlich. Inhalte, Umfang und praktische Übungen werden an das jeweilige Arbeitsfeld und die Erfahrungen der Teilnehmenden angepasst.

Im Mittelpunkt stehen ein achtsamer Umgang mit unterschiedlichen Formen von Trauer sowie einfache, verantwortungsvoll einsetzbare Möglichkeiten, Klang als unterstützendes Element in die eigene Begleitung einzubeziehen.

Interesse an einer Fortbildung für Ihr Team oder Ihre Einrichtung?
Gerne entwickeln wir gemeinsam ein Format, das zu Ihrem Arbeitsfeld und Ihren Rahmenbedingungen passt.

Verschiedene Bildmotive mit Smileys und Herzen, einem liegenden Frosch, dem Wort „Stärke“, Herzen und einem Sonnenuntergang.

Klang kann den Verlust nicht nehmen.
Er kann einen Raum schaffen, in dem Trauer sein darf.