Kleine Abschiede gehören zum Großwerden.

Klang in der Begleitung trauernder Kinder und Jugendlicher
Wenn etwas nicht mehr so ist wie vorher

Trauer beginnt für Kinder nicht erst mit dem Tod eines Menschen.

Der Schnuller ist weg. Das Kuscheltier geht verloren. Die beste Freundin wechselt die Schule. Eltern trennen sich. Ein Kind erlebt Ausgrenzung, einen Umzug, Krankheit oder den Tod eines vertrauten Menschen oder Tieres.

Was Erwachsenen manchmal klein erscheint, kann für ein Kind ein wirklicher Verlust sein.

Die Weiterbildung richtet den Blick auf die kleinen Abschiede des Alltags ebenso wie auf tiefgreifende Verlusterfahrungen.

Eine Hand hält ein zerrissenes rotes Herz aus Papier zwischen den Fingern.
Zwei Kinder mit dunklen Haaren und grünen Pullovern stehen sich gegenüber, legen die Stirn aneinander und rufen sich mit geöffnetem Mund etwas zu.

Kinder trauern anders

Kinder zeigen Trauer nicht immer mit Worten.

Sie kann sich im Spiel, in Rückzug oder Unruhe, in Wut, Ängsten oder einem verstärkten Bedürfnis nach Nähe zeigen. Unbeschwerte Momente und Trauer können dabei unmittelbar nebeneinanderstehen.

Entscheidend ist, aufmerksam wahrzunehmen, ohne vorschnell zu deuten oder zu problematisiere

Wenn Worte nicht reichen

Klang eröffnet eine zusätzliche Möglichkeit, Erlebtem Ausdruck zu geben.

Klangschalen und andere Instrumente können mit Geschichten, Bewegung, Ritualen und kreativem Gestalten verbunden werden.

Es geht nicht darum, Trauer aufzulösen. Klang kann einen Raum schaffen, in dem Kinder wahrnehmen, ausdrücken, gestalten oder einfach lauschen dürfen.

Drei Klangschalen stehen vor einem kleinen Teddybären auf einer weichen Unterlage mit Kissen.
Bücherstapel zu den Themen Trauer, Abschied, Gefühle und Klang, mit einem Gong im Hintergrund.

Inhalte der Weiterbildung

Die 16-stündige Weiterbildung verbindet Grundlagen kindlicher Trauer mit praktischer Klangarbeit.

Im Mittelpunkt stehen:

  • kleine und große Abschiede im Kindes- und Jugendalter
  • Trennung, Freundschaftsverlust, Ausgrenzung, Krankheit und Tod
  • alters- und entwicklungsabhängige Trauerreaktionen
  • Klangrituale, Klanggeschichten und kreative Ausdrucksformen
  • altersgerechte und traumasensible Klangsettings
  • Elternarbeit und Impulse für Elternabende
  • professionelle Grenzen und Selbstfürsorge
  • Transfer in das eigene Arbeitsfeld

Kinder begleiten – Eltern sensibilisieren

Zur Begleitung gehört auch, Eltern und Bezugspersonen für Verlusterfahrungen von Kindern zu sensibilisieren.

Wann braucht ein Kind Unterstützung? Wann genügt es, wahrzunehmen und da zu sein? Und wie können Abschiede begleitet werden, ohne jedes Erlebnis zu problematisieren?

Diese Fragen werden ebenso aufgegriffen wie konkrete Impulse für Elterngespräche und Elternabende.

Frau im Gespräch mit einer Begleiterin in einem hellen Raum, seitliche Ansicht von hinten, ruhige Atmosphäre und persönliche Begegnung im Sessel.
Ausgestreckte offene Hand vor einer lichtdurchfluteten Blumenlandschaft als Symbol für Begleitung, Hoffnung und neue Wege in Zeiten von Trauer und Veränderung.

Für wen ist die Weiterbildung gedacht?

Für Menschen, die Kinder und Jugendliche beruflich oder ehrenamtlich begleiten – zum Beispiel in:

• Kita und Schule
• Schulsozialarbeit
• Kinder- und Jugendhilfe
• Hospizarbeit und Trauerbegleitung
• Beratung und weiteren pädagogischen Arbeitsfeldern

Vorkenntnisse in der Klangarbeit sind nicht erforderlich.

Termine & Durchführung

Die Weiterbildung umfasst 16 Stunden und wird als offenes Seminar sowie als individuell abgestimmte Inhouse-Weiterbildung für Einrichtungen und Teams angeboten.

Bei Inhouse-Angeboten orientieren sich Inhalte und Schwerpunkte am jeweiligen Arbeitsfeld – von alltäglichen Abschieden und Übergängen bis zur Begleitung bei schweren Verlusterfahrungen. Auch Elternarbeit und die Gestaltung von Elternabenden können einbezogen werden.

Termine auf Anfrage.

Klang gibt Trauer keinen Weg vor

Nicht jeder Abschied muss bearbeitet werden. Nicht jede Traurigkeit braucht eine Methode.

Klang kann dort begleiten, wo Worte fehlen – achtsam, kindgerecht und ohne vorzugeben, was ein Kind fühlen oder ausdrücken soll.

Große goldene Klangschale auf Holzfußboden, umgeben von Zweig und orangefarbenen Papierblättern wie Baumwurzel, Bilder aus der Geschichte vom Fuchs und seinen Waldtieren über Sterben und Trauer – Wohlfuehlzeit Verl.

Manchmal fehlen die Worte. Klang kann begleiten.

Hören. Spüren. Gestalten.
Raum geben für das, was gerade da ist.